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Hühner
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Hühner

Huhn zu sein bedeutet heute in erster Linie ein Leben als Masthähnchen oder als Legehenne.

In Deutschland leben ca. 50 Millionen Legehennen.
Davon leiden immer noch 87,5% in Käfighaltung (Bild links). Auf die Bodenhaltung fallen 6,3%(Bild mitte). Nur 6,2% der Legehennen werden im Freiland gehalten (Bild rechts)

Obwohl 87,5% der Legehennen in Käfigbatterien gehalten werden, lehnen 90% der Deutschen die Käfighaltung von Hühnern ab - da scheint die Ablehnung kaum mit dem Verbraucherverhalten konform zu gehen! Denn immerhin werden 50% aller Eier direkt vom Endverbrauer gekauft (30% von der Industrie für Eiprodukte, 20% von Großverbrauchern). Jährlich werden pro Person ca. 225 Eier konsumiert.
Die neue Legehennenverordnung (siehe Download: Gesetze/Verordnungen) tritt mit einer Übergangsfrist bis 2012 in Kraft. Doch tierquälerische Eierproduktion würde erst mit der

Abschaffung der Käfighaltung ein Ende haben. Jeder von uns hat als Verbraucher die Möglichkeit Einfluss auf unsere Agrarwirtschaft zu nehmen. Aus Tierschutzgründen sollten der Eierkonsum deutlich reduziert werden und Eier aus Freilandhaltung gekauft werden - besser noch: Eier aus ökologischer Erzeugung (Freilandhaltung, im Stall höchstens 6 Legehennen pro m², Futter aus ökologischem Anbau).
Ab Januar 2004 müssen Eier mit einem Erzeugercode gestempelt werden, aus dem Art der Haltung und Herkunft eindeutig hervorgehen. Die Kennzeichnung der neuen Stempel können Sie auf der rechten Abbildung einsehen (Bild bitte anklicken!)

Ei - Info

Wie entsteht ein Hühnerei?
1) Heranreifen mehrerer Eifollikel zum fertigen Dotter
2) Eisprung (die Follikelhülle des reifsten Follikels reisst auf)
3) Eitrichter nimmt Follikel auf
4) Eileiter: Anlagerung des Eiklars durch Drüsenausscheidungen
5) Eileiter-Ausgang: Anschwellen des Eiklars und Bildung der Schalenhäute
6) Eihalter (Uterus, analog "Gebärmutter"): Eischalenbildung durch Ausscheidung und Anlagerung von Kalk
7) Eiablage durch "Ausstülpen" der Vagina durch die Kloake hindurch; dies gewährleistet ein sanftes und sauberes Ablegen.
8) Das Ei wird meist mit dem spitzen Pol voran gelegt
(mit auf dem spitzen Pol nach unten soll es auch gelagert werden).

Ist die Farbe des Eidotters ein Zeichen für Freilandhaltung?
Die Farbe des Eidotters entsteht durch Farbpigmente aus dem Futter. Natürliche Farbstoffe (z.B. Carotinoide) kommen in Gras, Kräutern, Mais und dergleichen vor, daher weisen Eidotter aus Freilandhaltung ein schönes Gelb auf. Die Dotterfarbe kann aber je nach Jahreszeit schwanken. Alte oder kranke (verwurmte) Hühner hingegen legen Eier mit hellem Dotter.Weil dem konventionellen Hühnerfutter (für Bodenhaltung) künstliche Farbstoffe beigemischt werden, um das Eigelb intensiver zu färben, ist die Dotterfarbe leider kein Qualitätszeichen mehr!

Warum sind Eierschalen mal dünn, mal dick?
Die Eischalenqualität wird vor allem von drei Faktoren beeinflusst.
1) vom Alter der Henne
Je älter eine Henne ist, desto dünner wird die Schale - das gilt jedenfalls bei den "modernen" Legehennen, die eine sehr hohe Legeleistung aufweisen.
2) vom Futter
Wenn in der Nahrung nicht genügend Calcium vorhanden ist, nehmen Dicke und Qualität der Eischalen schnell ab. Die üblichen Futtermischungen enthalten daher ausreichend Calcium. Professionelle Legehennenbetriebe stellen den Tieren in der zweiten Hälfte der Legezeit neben dem Futter noch Austernschalen zur freien Verfügung. Diese werden von den Tieren gerne als zusätzliche Calciumquelle aufgenommen und helfen, die Schalenqualität zu verbessern. Trotzdem lässt sich eine gewisse Verschlechterung mit zunehmendem Alter nicht aufhalten.
3) von der Tiergesundheit
Wenn die Legehennen krank oder verwurmt sind, leidet oft als erstes die Schalenqualität. Meist wird dabei v. a. die Nährstoff-/Mineralstoff-Aufnahme aus dem Darm beeinträchtigt. Daher kommt es gelegentlich vor, dass auch junge Hühner dünnschalige Eier legen.

Hühner-Info

Das Urhuhn ist das Bankivahuhn.
Wildhühner leben in kleinen Gruppen, die meist aus dem Hahn, 2 - 5 Hennen und den Küken bestehen. Die Hennen legen 1 - 3 x jährlich jeweils bis zu 12 Eier. Nach 21 Tagen schlüpfen die Küken.
Wildhühner ernähren sich von Samen, Früchten, Würmern und kleinen Insekten.

Der Mensch hat das Huhn soweit zum Nutztier hochgezüchtet, dass es heute 200 - 300 Eier im Jahr legt.

Was passiert mit den männlichen Küken, die nicht für die Eierproduktion verwendet werden können?

Üblicherweise werden die männlichen Küken der einseitig auf Eierleistung gezüchteten Legehennen schon am ersten Tag ihres Lebens vernichtet, weil sie keine Eier legen und weniger Fleisch ansetzen als Masthühner. Die Küken werden nach dem Schlupf meist aussortiert und vergast.

Warum leben Legehennen nur anderthalb Jahre?
"Moderne" Legehennen stammen aus speziellen Kreuzungen, die auf eine besonders hohe Legeleistung (rund 300 Eier im ersten Jahr) gezüchtet sind. Die Hennen beginnen etwa ab der 21. Lebenswoche zu legen und werden rund ein Jahr lang im Legebetrieb gehalten. Weil die Tiere so viele Eier legen, können sie das für die Schalenbildung notwendige Calcium nicht alleine aus der Nahrung gewinnen. Ein Teil des Calciums wird daher aus den Knochen mobilisiert. Diese "Calcium-Depots" werden im Verlauf der Legezeit mehr und mehr entleert, bis vom Körper fast kein zusätzliches Calcium mehr freigestellt werden kann. Die Folge: dünnere Schalen und mehr Brucheier. Nach einer Legeperiode ist SchlussNach einem Legejahr könnten die Hennen zwar "gemausert" werden. Die Mauser ist ein natürlicher Prozess, beim dem alle Vögel einmal im Jahr das gesamte Gefieder im Verlaufe einiger Wochen erneuern. In dieser Zeit werden keine Eier gelegt, so dass überschüssiges Calcium aus dem Futter wieder in die Knochen eingelagert werden kann. Die Mauser dient also zugleich dem Auffüllen der körpereigenen Calcium-Depots. Unter heutigen Bedingungen lohnt sich die Mauser leider nicht mehr, weil die Kosten für Haltung und Futter auch in der Legepause weiter laufen. Daher werden die Hennen üblicherweise schon nach dem ersten Legejahr ersetzt.

Was ist ein Suppenhuhn?
Suppenhuhn ist die offizielle Bezeichnung für eine ältere, ausgediente Legehenne. Früher wurden Legehennen viele Jahre lang gehalten, bis sie gar keine Eier mehr legten. Dann wurden sie geschlachtet und zur Verwertung des Eiweiss-reichen Fleisches so lange gekocht, bis das sonst zähe Fleisch weich wurde. Der Sud ergab die schmackhafte Hühnerbouillon. Heutzutage werden die Legehennen meist nur noch ein Jahr gehalten, weil dann ihre Eierleistung und die Eischalenqualität schnell sinken. Das Fleisch dieser Hennen ist bei weitem nicht so zäh wie jenes der früheren Suppenhühner. Das Fleisch eignet sich aber gut für die Herstellung von Geschnetzeltem und Hackfleisch sowie diversen verarbeiteten Produkten wie Cipolata, Hamburger, Fleischkäse, etc.

Welche Aufgaben erfüllen Hähne in einer Hühnerherde
Die Hähne sind wichtig für das natürliche Sozialverhalten in einer Hühnerherde. Sie erfüllen insgesamt eine Führungsfunktion und sorgen für Ruhe und Ordnung in der Herde. In grösseren Beständen bilden die Hennen um die Hähne herum Untergruppen, was der natürlichen, kleinstrukturierten und überschaubaren Sozialform am nächsten kommt. Die wichtigsten Aufgaben der Hähne sind:
• Bewachen und Verteidigen der Hennen (Warnrufe bei Gefahr, wie z.B. Greifvögel)
• Futterquellen suchen und anzeigen (Hähne fressen wenig, da sie keine Eier legen)
• Anführen (Hennen folgen an unbekannte, entferntere Orte, z. B. auf der Weide)
• Balz- und Paarungsverhalten (= Sexualverhalten)
• Streitigkeiten unter den Hennen schlichten

(Quelle: kagfreiland, www.kagfreiland.ch)

Gänse / Enten

Jährlich werden in Deutschland ca. 13 Millionen Enten geschlachtet. Die meisten von ihnen stammen aus der Intensivmast. Das heißt: die Wasservögel stehen dichtgedrängt in fensterlosen Hallen, ohne Bademöglichkeit, oft ohne jegliche Einstreu oder sogar auf Drahtgeflecht. Dabei werden sie so schnell zur Schlachtreife hochgemästet, dass sie ihr eigenes Gewicht kaum tragen können.

Schmerzen und Verkrüppelungen sind die Folge. Aber nicht nur die "Weihnachtsgans" oder die "Ente-Süß-Sauer" fristen oft ein jämmerliches Dasein.
Für angebliche "Feinschmecker" leiden jährlich millionenfach Gänse und Enten unvorstellbare Qualen.
Beispiel "Gänseleber": Das "Stopfen" ist mittlerweile in Deutschland verboten und dennoch ist im Jahr 1999 eine Menge von 68,5 Tonnen (damaliger Gegenwert: ca. 4 Millionen DM) Fettleber nach Deutschland importiert worden. Da die EU keine tierquälerischen Aspekte der Gänsemast feststellen konnte hat Deutschland, da EU-abhängig keine Handhabe für ein Einfuhrverbot. Das nationale Verbot des Stopfens scheint die Einstellung der Konsumenten nicht wesentlich beeinflusst zu haben. Ob dieses Verbraucherverhalten mit Unwissenheit oder Gleichgültigkeit gegenüber Tierleid zu erklären ist, kann ich nicht sagen, deutlich wird an diesem Beispiel aber wieder, dass Gesetze und Verbote ohne die Einsicht des Verbrauchers oft nicht sinnvoll genutzt werden können.
Nur ein verändertes Verbraucherverhalten, im Sinne von starker Reduzierung (oder gänzlichem Verzicht) des Fleischverzehrs und Unterstützung der ökologischen Agrarwirtschaft, kann langfristig zur Abschaffung von Qualhaltungen beitragen.


Die Qual, die hinter Leberpastete steckt

Peta Faktenblatt
(Quelle: PeTA -People for the ethical Treatments of Animals)

Frankreich produziert den größten Anteil der weltweiten Jahresmenge von ca. 10.000 Tonnen "foie gras", der verfetteten Leber von Enten und Gänsen, jedoch ist die inhumane Praxis der Zwangsmast nicht auf Europa beschränkt. (1)
Die widerwärtigste aller Grausamkeiten
Im Jahre 1991 beobachteten und filmten Ermittler von PETA eine Fettleber- Produktion bei Commonwealth Enterprises, Ltd., in den Catskills von New York. Diese Firma produziert ca. 2.000 Lebern wöchentlich bzw. 50 Tonnen pro Jahr. (2) Dreimal täglich wird jede Moulardente (eine Kreuzung zwischen weiblicher Pekingente und männlicher Flugente) zwangsgestopft; ein Arbeiter steigt dazu in den Pferch und packt sich eine Ente; alle Enten versuchen dabei krampfhaft, ihm so weit wie möglich zu entkommen. Er drückt die Ente runter, zieht den Kopf nach oben und streckt dadurch den Entenhals. Dann quetscht er den Schnabel zusammen, damit die Ente den Mund öffnen muß, und schiebt ihr ein langes Metallrohr in den Hals. Das Rohr wird der Ente bis tief in den Magen geschoben, und eine Luftdruckpumpe drückt der Ente gewaltsam in mehreren gewaltigen Schüben ein Drittel der täglichen sechs bis sieben Pfund eines Maisbreis in den Magen.
Tierärzte geben an, daß die Enten aufgrund der Beschädigungen des Schlundes und der Speiseröhre bereits nach einer kurzen Zeit dieser Zwangsmast nicht mehr imstande sind, selbständig zu essen. Außerdem besteht eine hohe Infektionsgefahr dadurch, daß dasselbe Rohr ohne zwischenzeitliche Reinigung für viele Enten verwendet wird. Ferner kommt das Essen leicht in die Lunge und verursacht dadurch eine Lungenentzündung.
Diese Mast dauert vier Wochen lang, und am Ende wiegen die Lebern der Enten ca. 1,3 bis 1,5 Pfund, also 6 bis 12 mal soviel wie die einer normalen Ente, die nur 30 bis 60 Gramm wiegt. (3,4) Diese werden dann als frische Entenlebern verkauft, eine "Delikatesse", die, als es die Firma Commonwealth noch nicht gab, wegen der Lebensmittel-Einfuhrbeschränkungen in den USA nicht erhältlich war, es sei denn in verarbeiteter Form als Pastete.
Etwa 10 Arbeiter sind bei der Firma Commonwealth verantwortlich für das Füttern von 500 Vögeln, Stück für Stück, vier Wochen lang. Ein Arbeiter sagte einem PETA- Ermittler, daß diejenigen, die weniger als 50 von "ihren" Tieren umbringen, einen Bonus erhalten. Enten, die eine Futtermenge erhalten, die zu groß ist, als daß sie sie ertragen könnten, sterben, wenn ihre Mägen oder ihr Kropf platzt.
Tierärzte beobachteten in der Filmaufnahme der Ermittler, daß die Arbeiter sich oft gar nicht die Zeit nehmen um sicherzugehen, ob die Enten richtig und sicher positioniert sind, wenn sie ihnen das Metallrohr einschieben. Der Wulst des Fütterungsrohres ist oft im Hals der Ente sichtbar. Ein Arbeiter erzählte einem unserer Ermittler, daß er bei einigen der Tiere Tumorähnliche Beulen fühlen könne, die von Verletzungen herrühren. Eine Ente hatte einen von Maden übersäten Hals, der so schwer verwundet war, daß beim Trinken das Wasser daraus hervorsprudelte. Als diese Ente aus dem Gebäude entfloh, brachte der PETA-Ermittler sie zu einem Tierarzt, um sie einschläfern zu lassen.
Andere Enten hatten blutige Flügel und Seiten, weil sie zu eng zusammengepfercht waren, verletzte Schnäbel und Füße vom Gitterboden oder verstümmelte Schnäbel von Verätzungen. Die Enten litten auch, als sie von den Arbeitern routinemäßig an den Hälsen herumgetragen wurden: sie röchelten und setzen aus lauter Angst Harn und Kot ab.
Da nur männliche Enten für Leberpastete verwendet werden, werden weibliche Küken - wortwörtlich - als Abfall betrachtet. Nachdem die Arbeiter die Küken nach Geschlechtern getrennt hatten, füllten sie eine Mülltonne mit kochenheißem Wasser und stopften einen Nylon-Futtersack mit weiblichen Küken voll. Sie banden den Sack oben zu und warfen ihn in die Tonne. Einmal kam der Sack wieder an die Oberfläche. Da konnte der PETA-Ermittler beobachten, wie die Arbeiter ihn erst mittels eines großen Steines und dann mit einem Schrubbergriff runterdrückten. Ein paar der gerade geschlüpften Moulards, einige davon schon tot, drifteten wegen einer Öffnung im Sack an die Oberfläche. Um die noch lebenden zu töten, schlugen die Arbeiter sie mit den Köpfen gegen die Mülltonne.
Vielversprechende gesetzliche Bewegungen
Aufgrund des von PETA-Ermittlern angefertigten Videos, der als Beweismittel dienenden Fotos, der Augenzeugen- Berichte und der ausführlichen Angaben seitens der Tierärzte führte die New Yorker Staatspolizei im April 1992 eine Razzia bei Commonwealth durch. Sofort nach dieser Razzia wurde gegen die Firma Anklage wegen Tierquälerei erhoben. Zwei Wochen später zog der Bezirksstaatsanwalt unter dem Druck landwirtschaftlicher Interessengruppen die Anklage zurück und überließ die Sache den Ordnungsbehörden auf Staatsebene. Welche gesetzlichen Schritte, wenn überhaupt, das Büro des New Yorker Genenerlstaatsanwaltes gegen die grausamen Praktiken von Common wealth ergreifen wird, ist noch nicht raus, und solange geht die Zwangsmast trotz öffentlicher Proteste weiter.
Die Razzia und die Praktiken der Firma Commonwealth wurden in einem Untersuchungsbericht von einem NewYorker Fernseh-Nachrichtenprogramm dargelegt und später in zahlreichen Zeitungsartikeln veröffentlicht.
Aufgrund von PETAs Bericht organisiserten Aktivisten überall im Lande Protestkundgebungen in den örtlichen Restaurants, die Leberpastete auf ihrer Speisekarte haben, und PETA hat Informationsmaterial über die Firma Commonwealth und über Leberpastete an Hunderte von Restaurants in den USA und in Kanada geschickt. Viele von ihnen haben Leberpastete daraufhin von ihrer Karte gestrichen.
Was Experten sagen
Tierärzte überprüften das Videomaterial von PETA, und mehrere von ihnen begleiteten die Polizei bei ihrer Razzia bei Commonwealth Enterprises, Ltd. Ein Veterinär sprach von "schmutzigen, unhygienischen Bedingungen", den "vielen toten Enten, die mitten zwischen den lebenden Tieren lagen" und von "Federn, die von Futter und Fäkalien bedeckt sind." (6)
Ein anderer sagte: "Die Verwendung von Metallrohren (bei der Zwangsmast) kann den Mund und die Speiseröhre verletzen." Er fügte hinzu: "Die Vögel scheinen krank zu sein, denn ihre Augen sind teilnahmslos und ihre Federn vernachlässigt." (7)
Eine Tierärztin bemerkte, daß "keine der Enten versuchte, sich zu putzen. Nur stark gestreßte oder kranke Enten lassen ihr Federkleid zu einem solchen Grade verkommen, wie dies auf dem Video zu sehen ist." Sie fügte hinzu: "Viele der Enten in den größeren Pferchen lahmten oder waren unfähig zu gehen, ohne dafür ihre Flügel zu Hilfe zu nehmen. Sie waren entweder furchtbar geschwächt oder litten an schmerzhaften Gelenkverletzungen oder Erkrankungen." (8)
Konrad Lorenz, Nobelpreisträger und Mitbegründer des Fachbereiches Ethologie (die Erforschung der Verhaltensweise von Tieren) sowie unübertroffener Experte in bezug auf Gänse, wurde in den 70er Jahren aufgefordert, einen Bericht für das Europäische Parlament zu lesen, in dem die Leberpasteten-Industrie unterstützt wurde. Lorenz, der sagte, er hätte "vor Wut geglüht", als er den Bericht las, schrieb als Antwort darauf: "Meine Ansicht zu der Expertenmeinung, nach der auch weiterhin eine Zwangs fütterung der Gänse auf europäischer Ebene zulässig sein soll, kann hier in aller Kürze dargelegt werden: Die Expertenmeinung ist eine Schande für ganz Europa." Er fuhr fort: "Die Erweiterung der Speiseröhre wurde überhaupt nicht erwähnt,..... und die alleine muß schon eine furchtbare Qual sein." (9)
Pâté de Folly
Foie gras und pâté de foie gras sind extrem fetthaltig. Eine 50-Gramm Portion Foie Gras, die in Nobelrestaurants etwa 24 Dollar kostet (10), hat 262 Kalorien und enthält 24,8 Gramm Fett. Bei 9 Kalorien pro Gramm Fett, verfügt Fettleber über den gigantischen Anteil von 85 Prozent Fett. Der Herzspezialist Dr.David T. Nash hat dargelegt, daß "dieses Fett hauptsächlich aus Palmitinsäure besteht, einem gesättigten Fett, das den Cholesterinspiegel erhöht." (11)

1) WOR News I-Team report, Joe Collum, WOR, New York, April 2, 1992.
2) Peggy Brawley, "Quack Team of New York Farmers Helps Foie Gras Fly on U.S. Menus," People, Dec. 16, 1985.
3) Brawley.
4) L. Pierce Carson, "Ducking the Issue," Napa Register, March 18, 1992
5) "Probe Bares Ducks' Lives of Torment on Pâté Farm of Pain," New York Post, April 7, 1992.
6) Tatty M. Hodge, M.S., D.V.M., signed statement, Nov. 18, 1991.
7) Eric Dunayer, V.M.D., signed statement, Nov. 7., 1991.
8) Wendy Thacher, D.V.M., signed statement, Nov. 19, 1991.
9) Translation of letter by K. Lorenz to Dr. Dieter Backhaus, editor of Grzimeks Tier/Sielmanns Tierwelt, Sept. 1, 1983 (obtained from Compassion in World Farming, Petersfield, England).
10) Brawley.
11) David T. Nash, M.D., F.A.C.P., F.A.C.C., letter to Wendy Thacher, D.V.M., Dec. 3 1991

Puten

Die Legende vom gesunden Putenfleisch

(Quelle: Flugblatt Produkt & Realität
vom Bundesverband der Tierversuchsgegner - Menschen für Tierrechte e.V.)

Nach Schweinepest und Rinderwahn suchen viele Verbraucher an der Fleischtheke nach einem letzten Rest heiler Welt und entdecken - Putensteaks, Putenkeulen und Putenwurst. Das hat katastrophale Folgen für inzwischen jährlich sieben Millionen Puten, auch Truthühner genannt.
Aus dem lauf- und flugfreudigen, etwa 5 Kilogramm schweren Hühnervogel Mexikos züchtete man einen monströsen "Turboputer", der dazu verurteilt ist, in nur sechs Monaten zu einem "Fleischpaket" von 20 Kilogramm anzuschwellen. Dem ist der Organismus nicht gewachsen: Gegen Ende der Mast kauern die Tiere mit entzündeten Gelenken und verkrüppelten Beinen, schmerzgeplagt und krank in ihren Fäkalien. Der ständige Einsatz von Antibiotika und anderen Pharmaka verhindert nicht, dass viele an Atemnot, Infektionskrankheiten und Herz-Kreislauf-Versagen sterben. Die Qual beginnt für die meisten Küken gleich am ersten Lebenstag. Weil die extreme Enge in den Mastställen mit bis zu 30 000 Tieren Stress, Aggression und sogar Kannibalismus auslöst, wird den Tieren der Schnabel gekappt. Ein Laserstrahl, eine 700 Grad heiße Metallplatte oder eine Schere zerstört Nervenfasern und Blutgefäße. Ständige Schmerzen und Probleme bei der Nahrungsaufnahme sind die Folgen.
Das "Ausstallen" der Puten am Ende der Mast geschieht mit großer Brutalität. An Flügeln oder Beinen hochgerissen, werden sie in enge Boxen gezwängt und tausendfach übereinandergestapelt. Gebrochene Gliedmaßen oder erdrückte Tiere sind an der Tagesordnung. Am Schlachthof werden sie kopfüber mit den Beinen in die Metallbügel des Förderbands gehängt, das die sich verzweifelt aufbäumenden Tiere zur Betäubung im Elektrobad bringt. Oft gelingt die Betäubung nicht und die Tiere sterben bei vollem Bewusstsein unter dem Messer der Schlächter.


Strauße

Im Zuge der vielfältigen Fleischskandale hat es leider kein Umdenken in unserem Fleischkonsumverhalten gegeben. Stattdessen hat sich der übermäßige Verzehr von Fleisch lediglich auf andere Fleischsorten verlagert. So wurde im Zuge der BSE, MKS und Antibiotikaskandalen nicht nur mehr Geflügelfleisch gekauft, auch der Verzehr von Straußenfleisch hat extrem zugenommen. Ein Großteil des weltweit produzierten Straußenfleisches wird nach Deutschland importiert. Desweiteren steigt die Anzahl der Straußenfarmen in Deutschland.

Landwirte züchten den exotischen Laufvogel aus heißen Ländern - aber auch findige Geschäftemacher hoffen, mit Straußenfleisch Geld zu machen und gründen immer mehr Straußenfarmen in Deutschland. Für die Tiere aber bedeutet das Leben, vor allem während unseres nasskalten Winters, eine einzige Qual.
Der Strauß, der größte Vogel der Welt, erreicht zwei Meter achtzig und ein Gewicht von bis zu drei Zentnern. Zu Hause in der afrikanischen Savanne legen die flugunfähigen Tiere Tag für Tag weite Strecken zurück, um Futter zu finden. Durch die Haltung in Zuchtfarmen kommt es bei den Tieren, die es gewohnt sind, täglich in der Wildnis weite Strecken zurückzulegen, zu schweren Verhaltensstörungen. Folge: Sie picken sich selbst und anderen Straußen die Federn aus. Ein weiteres Problem für die Strauße hier ist das nasskalte Klima, da sie ihr Gefieder nicht einfetten können, entstehen oft klimabedingte Krankheiten, wie Lungenentzündung, Nierenkrankheiten und Rheuma.
Wer Straußenfleisch aus Deutschland isst, muss sich im Klaren sein, dass dieses Fleisch mit Leiden der Tiere erkauft ist. Aus tierärztlicher Sicht und wenn man Tierschutz ernst nimmt, muss man die Zucht von Straußen in Deutschland ablehnen. Die Bundestierärztekammer protestiert seit Jahren gegen Straußenzucht in Deutschland - bislang aber erfolglos. Dabei erfüllen viele Straußenzüchter nicht einmal die Mindestanforderungen, die für die Straußenzucht gelten. Da muss sich der Verbrauer letztlich auch fragen wie lange Straußenfleisch eine unbelastete Alternative bleibt - durch nicht artgerechte, quälerische Haltung ist der nächste Fleischskandal praktisch vorprogrammiert!