Das wichtigste Merkmal der Nagetiere stellen
die vergrößerten Schneidezähne
im Ober- und im Unterkiefer dar. Diese sind
lang und wurzellos und haben das Potential,
lebenslang zu wachsen.
Da Nagetiere oftmals nicht sehr alt werden ist
ihre Fruchtbarkeit in den meisten Fällen
sehr stark. Dazu kommt, dass diese Tiere in
der Natur eine schmackhafte Beute für viele
Raubtiere sind und deshalb ihre Population ständig
geregelt sein muss. Eine Maus kann in ihrem
kurzen Leben bis zu 100 Jungtiere zur Welt bringen.
Da sie viele Feinde hat, ist sie eben ständig
am Nachwuchs produzieren. Obwohl
es so viele Feinde für die Nager gibt,
hat die Natur natürlich vorgesorgt. Die
Fellfarbe dient als Tarnfarbe, mit ihren Tasthaaren
sind viele Nagetiere nachtaktiv und sie sind
natürlich übervorsichtig und sichtlich
intelligent.
Als Haustiere gehaltene Nager sind meistens
Meerschweinchen, Mäuse, Ratten, Chinchillas
und Hamster. (Kaninchen gehören zoologisch
streng genommen nicht zu den Nagetieren, sondern
zu den Hasenartigen und werden hier der Einfachheithalber
und unter dem Gesichtspunkt der Zugehörigkeit
zur Kleintierhaltung aufgeführt).
Diese Tiere werden oft als die "ersten"
Haustiere für Kinder angeschafft, weil
sie als pflegeleicht, kostengünstig und
unproblematisch gelten.
Dabei wird oft übersehen, dass selbst der
kleinste Nager ein Recht auf ein artgerechtes
Dasein hat.