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Mäuse leben in kleinen
Rudelverbänden und sind ausgesprochen soziale
Tiere. Sie brauchen den Kontakt zum Artgenossen
und betreiben soziale Körperpflege, indem
sie sich das Fell an schwer zugänglichen
Körperstellen gegenseitig durch Belecken
putzen. Der Mensch kann die Partnerrolle keinesfalls
befriedigend darstellen. Als gesellige Sippentiere
sind Mäuse zur Einzelhaltung nicht geeignet.
Das Leben in der Gruppe erfordert eine klare
Rangordnung, wobei das ranghöchste Männchen
die Führungsrolle übernimmt. Im allgemeinen
leben die Mäuse friedlich zusammen, sofern
die Tiere aus der gleichen Wurfgemeinschaft
stammen. Am besten lernt man Mäuse kennen,
indem man ihr Leben in Grossfamilien und ihr
natürliches Verhalten genau beobachtet.
Je abwechslungsreicher und artgerechter der
Käfig oder das Gehege eingerichtet ist,
desto mehr werden die Tiere durch ihr Verhalten
über sich selbst verraten.
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Neben der bekannten weißen Maus,
gibt es gescheckte, schwarze, zimtfarbene, wildfarbene
Tiere und etliche andere Variationen. Abgeraten werden
muss dringend von der sogenannten Tanzmaus. Diese
Mäuse drehen sich ständig im Kreis und machen
fast laufend Schüttelbewegungen mit dem Kopf.
Tanzmäuse sind taub und können kaum geradeaus
laufen. Durch kontrollierte Weiterzüchtung dieser
Mutation kamen sie alsbald in den Handel. Man sollte
solche Auswüchse, die es einfach nicht geben
darf, nicht auch noch durch Kauf dieser armen Tiere
unterstützen.
Mäuse sind erst für Kinder ab zehn Jahren
geeignet. Kleinere Kinder haben noch nicht das "Gespür"
dafür, wie man eine Maus anfasst und könnten
das Tier zerdrücken. Da kann es schon einmal
geschehen, dass eine Maus zubeißt.
Mäuse soll man nicht allein halten, sie leben
am liebsten im Familienverband. Da eine Einzelhaltung
der Mäusenatur widerspricht, ist die Haltung
von mehreren Weibchen oder männlichen Nistgeschwistern
günstig, um Nachwuchsprobleme zu vermeiden.
Wer Männchen halten will, sollte wissen, dass
ihr Urin intensiver riecht als das der Weibchen und
der Käfig daher häufiger gereinigt werden
muss. Wenn man die Mäuse jung erhält, werden
sie schnell zutraulich und benutzen ihren Menschenfreund
gerne als Kletterbaum.Obwohl die Maus eines der kleinsten
Heimtiere ist, muss ihr Käfig so groß wie
möglich sein, denn gerade kleine Tiere haben
einen großen Bewegungsdrang. Für zwei Mäuse
sollten folgende Mindestmaße des Käfigs
nicht unterschritten werden: 40 - 60 cm Länge,
40 cm Breite, 30 cm Höhe. Wenn der Käfig
höher ist, kann man zwei Ebenen einrichten, vielleicht
eine zum Spielen und eine zum Fressen und Schlafen.
Zur Ausstattung gehören u.a. kleine Häuschen
zum Verstecken und Schlafen, Leitern, Röhren,
Kletterstangen, Futterschale und Wasserspender. Außerdem
wird Nestmaterial wie Heu, Hamsterwatte, Gras, unbedrucktes,
weiches Papier benötigt, sowie eine Einstreu
aus Pressspänen. Damit die Tiere sich wohl fühlen
und es in der Wohnung nicht "schlecht riecht",
muss das Mäuseheim gut gepflegt werden. Ein-
bis zweimal in der Woche muss die ganze Einstreu erneuert
werden. Man wird aber auch schnell feststellen, dass
die Mäuse bestimmte Ecken aufsuchen, um Kot und
Urin abzusetzen. Diese Ecken kann man leicht täglich
reinigen, indem man die verschmutzte Einstreu mit
einer kleinen Schaufel oder einem Papierküchentuch
von den Exkrementen befreit. Einmal in der Woche wird
das ganze Käfigzubehör mit Wasser und Seife
gründlich gereinigt. Wenn die Unterkunft für
die kleinen Nager bereitsteht, können die Tiere
einziehen. Beim Kauf achtet man darauf, dass man gesunde
Mäuse erhält. Diese haben ein glänzendes
Fell, klare Augen und machen einen munteren Eindruck.
Es dürfen keine Verkrüppelungen am Schwanz
oder an den Beinen vorhanden sein. Krankheitsanzeichen
sind auch Katzenbuckel, kahle Stellen im Fell, gesträubtes
Fell und Inaktivität. Ob die Mäuse gesund
bleiben, hängt in hohem Maße von der Ernährung
ab. Fetter Käse, der immer wieder auf Witzbildern
mit Mäusen in Verbindung gebracht wird, ist ebenso
verboten wie Speck und Süßigkeiten. Mäuse
fressen so ziemlich alles, können aber nicht
beurteilen, ob es ihnen bekommt oder nicht. Im Zoofachhandel
gibt es ein gutes Grundfutter für Mäuse.
Außerdem Pellets, ein Futter in gepresster Form,
das alle Nährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe
und Spurenelemente enthält. Die kleinen Mäuse
lieben die Abwechslung, und man sollte ihnen die Freude
machen und einen abwechslungsreichen Speiseplan bieten.
Viel ölhaltige Samen wie Sonnenblumenkerne und
Hanf sollten sie allerdings nicht bekommen, da sie
sonst zu fett werden. Etwas gutes Heu sollte immer
im Käfig sein und auch frisches Saftfutter wie
Löwenzahn, Blättchen von Salatsorten, Rosenkohl,
Möhren und zarte, frische Grashalme (ungespritzt!).
Auch frisches Obst jeder Art nehmen die Mäuschen
gerne an. Das Grünfutter darf niemals nass sein.
Ein Kalk-Mineralstein darf nicht fehlen. An diesem
können die Nager ihre Zähne so richtig einsetzen.
Die Schneidezähne der Mäuse müssen
immer Arbeit haben, andernfalls besteht die Gefahr,
dass sie zu lang werden und die Tiere dann keine Nahrung
mehr aufnehmen können. Im Zoofachhandel gibt
es noch viele andere gesunde Leckereien und auch Vitamintropfen
für Nager. Frisches Wasser müssen die Mäuse
immer haben, auch wenn sie Frischfutter erhalten.Wenn
die kleinen Mäuse zugfrei und trocken untergebracht
werden, ist mit Krankheiten wohl kaum zu rechnen.
Sollte es doch einmal geschehen, dass ein Tier krank
wird, muss es behandelt werden. Zum Beispiel bei Durchfallerkrankungen,
Erkältungen, die mit Niesen und Knackgeräuschen
beim Atmen einhergehen, Geschwulsten oder Futterverweigerung
mit Abmagerung (Wurmbefall). Die Würmer sind
auf den Menschen nicht übertragbar. Auch wenn
viele Menschen dafür kein Verständnis haben,
wenn man mit einer kranken Maus den Tierarzt aufsucht
- eine Maus ist ein Hausgenosse, der im Krankheitsfalle
unsere Hilfe braucht. Mäuse haben eine Lebenserwartung
von zwei bis drei Jahren.
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