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Der Wolf an der Leine
Über den Umgang mit unserem "besten Freund"

Von Peter Arras

Vor ca. 15.000 Jahren begann der Mensch, den Wolf (Canis lupus) zu zähmen und an seine Nähe und Behausung zu gewöhnen. Unsere Vorfahren fürchteten die Wölfe als Feinde und Konkurrenten und bekämpften sie bis in die Gegenwart als Schädlinge, Bestien und Raubtiere. Dennoch bewunderte der Mensch von Alters her den Wolf wegen seiner Intelligenz, seiner erfolgreichen Jagdstrategie, Anpassungsfähigkeit und hochentwickelten Sozialstruktur.
Obwohl Menschen mit Wölfen eigentlich nur die Zugehörigkeit zu den Säugetieren gemeinsam haben und insoweit nicht näher verwandt sind, weisen sie eine wesentliche Gemeinsamkeit auf, die eine Voraussetzung zur Domestikation des Hundes gewesen ist, nämlich die konvergent entwickelte Sozialstruktur,
das Rudelverhalten und somit die Koordination individuellen Verhaltens zur Verfolgung gemeinsamer Ziele. Diese Ziele betrafen vor allem die Jagd, die Verteidigung des Territoriums und die Fortpflanzung und gemeinsame Aufzucht der Welpen.

Man nimmt an, dass die ersten gezähmten Wölfe verwaiste Welpen waren, deren Eltern von jenen Menschen getötet wurden, die sich sodann die Jungen zum Zwecke der Zähmung aneigneten.
Doch der Wolf erweist sich spätestens bei Erlangung der Geschlechtsreife als problematischer Gefährte des
Menschen. Demzufolge züchtete der Mensch, zunächst sicherlich nicht planmäßig, mit jenen Wölfen weiter, deren Drang zur Rückkehr in die Wildnis und Auflehnung gegen den Menschen nicht so stark ausgeprägt war. Dies waren naturgemäß Wölfe, die psychisch nicht so gefestigt und deshalb besonders unterwürfig gegenüber ihren menschlichen "Herren" waren und die eine wolfsuntypisch lange Welpenzeit hatten. Von ihnen stammen all jene ab, die wir als Hunde bezeichnen.

Die Annahme der Wissenschaft, dass der Haushund (Canis lupus domesticus) neben dem Wolf noch andere
Vorfahren hat, wurde ethologisch und genomanalytisch widerlegt.
Verhaltensforscher kamen zu dem Schluss, dass Hunde im Grunde nichts anderes sind, als nie erwachsen
gewordene Wölfe. So bellen beispielsweise auch Wolfswelpen. Das wolfstypische Heulen, das der Verständigung mit Rudelmitgliedern über weite Entfernungen, sowie der akustischen Markierung des Territoriums dient, befindet sich in dieser Form nicht im akustischen Repertoire der domestizierten Hunde. Fest steht auch, dass domestizierte Tiere kleinere Gehirne im Vergleich zu ihren wildlebenden Vorfahren aufweisen.
Der Hund ist insofern nichts anderes als eine durch menschliche Züchtung entstandener, kindlicher und insoweit unselbständiger, sowie geistig zurückgebliebener Wolf. Nur diese Eigenschaften ermöglichten die totale Unterwerfung und Instrumentalisierung des einstigen Wolfes unter die menschliche Willkür. Die dem Menschen zweckdienliche Züchtung verschiedenster Rassen von Meerschweinchen- bis Kalbsgröße unterwarf den Hund vollends und machte ihn zur Karikatur seiner wildlebenden Vorfahren.

Weit über 100 Hunderassen existieren weltweit.
Während Aussehen und Größe dieser, früher von speziellen Funktionen als "Gebrauchshunde" für Jagd, Bewachung oder Hüten von Vieh abhingen, werden heute Hunde hauptsächlich als Streichel- und Heimtiere gezüchtet und dem Prestige und Modeempfinden der Hundehalter unterworfen.
Neben der fortschreitenden Qual- und Abnormitätszucht werden Hunde auch an Ohren und Rute verstümmelt,
zurechtgeschoren, vor lauter "Liebe" fettgemästet, parfümiert, der Isolationshaft ausgesetzt, lebenslang an Leinen und Ketten oder in Zwingern gehalten.
Der älteste Freund des Menschen wird aber vor allem aus dessen psychischen Verlangen nach Status, Prestige, Macht- und Herrschaftsgefühl, Sozialverhalten bzw. das, was der jeweilige Mensch darunter versteht und insoweit als Kinder- oder Partnerersatz, herangezogen.
Gleichwohl hindert dies den Menschen nicht daran, ihn krank- oder totzulieben oder, falls sich seine Gefühle
gegenüber "seinem" Vierbeiner ändern, ihn bedenkenlos auszusetzen oder umzubringen.
Ferner ist er weltweit ein beliebtes Versuchstier und in manchen Teilen der Welt dient er als Fleisch- und Pelzlieferant oder wird als Schädling, Lästling und Wilderer mit Fallen, Knüppeln, Schusswaffen und Chemie verfolgt und getötet.

Besonders in der westlichen Welt leben ganze Industriezweige von der Herstellung von Hundenahrung, Snacks und Haltungszubehör. Und da der Hund aufgrund seiner oft tierwidrigen Züchtung, Haltung und Ernährung fast die selben Zivilisationserkrankungen aufweist, wie der Mensch, partizipiert die Pharmaindustrie und Heerscharen von praktizierenden Tierärzten bis hin zu Hundepsychologen, Hundeschulen, Hundesalons und Hundezüchtern am Unglück der gleichsam beliebtesten Heimtierart.
Insoweit diese die menschlichen Vorstellungen von "Freundschaft und Liebe" nicht schadlos überstanden
hat, landet sie immer häufiger in der fürsorglichen Obhut der Tierschützer und ihren hierfür erbauten Heimen. Ohne Hunde, die nicht erst seit "Lassi" das wie auch immer geartete emotionale Mitgefühl der Menschen erlangen, wären die Tierschutzvereine bettelarm. Es sind die Hunde gefolgt von den Katzen, die die Spendenbereitschaft der Bürger bei Laune halten und deren treudoofer Blick die Werbestrategie der Zamperlvereine bestimmt, obwohl nur ca. 6% aller privat gehaltenen Tiere in Deutschland Hunde sind.
Dennoch, der Hund ist im Regelfall arm dran und braucht dringend unseren Schutz. Vor allem jedoch benötigt er unser aller Verständnis für seine elementaren, weil stammesgeschichtlich relevanten Wesenseigenschaften,
die noch heute vom Wolf geprägt sind, auch wenn man dies bei vielen Rassen äußerlich nicht mehr erkennen kann. Besondere Bedeutung kommt der sensiblen, weil hochentwickelten Psyche des Hundes zu, deren Unbeschadetheit existentiell von der Integration des Hundes in eine feste Sozialstruktur von Hunden und/oder hundeverständigen Menschen abhängt. Hunde streben stets feste Bindungen an und sind, falls sie nicht unter vier Monaten von ihrer Mutter und ihren Geschwistern getrennt wurden, auch dazu bereit, problemlos Beta- Rollen einzunehmen, weil sie sozial normal geprägt wurden.
Hunde sind auch im Alter noch gelehrig, gehorsam und zuverlässig, wenn auch sie sich auf ihren Menschen und
dessen Kontinuität bezüglich Zuwendung, Geselligkeit und Erziehung verlassen können.

Der Hund ist ein sehr konservatives Tier, das größten Wert auf die Verlässlichkeit seines Menschen legt. Hunde sind genauso zu erziehen wie Menschenkinder. Damit sie begreifen, was sie tun oder lassen sollen, muss der
Mensch für die gleichen Situationen immer die gleichen Befehlsbegriffe anwenden, die in steigerbarer Deutlichkeit bezüglich Betonung, Unterton und Lautstärke ausgesprochen werden müssen.
Hundenamen- und befehle sollten deshalb kurz (zweisilbig) und deutlich aussprechbar sein und wenn möglich
mit einem Vokal oder Zischlaut (S oder Z) enden. (Beispiel: Mein Hund hieß Lupus.
Unsere Befehlsbegriffe lauteten: Aus, Platz, Sitz, Fuß und endeten somit akustisch mit demselben Zischlaut, wie sein Name. Ferner gab es auch andere Begriffe, die kurz und betonungsreich gesprochen oder auch gerufen werden konnten, wie beispielsweise, Hiiiier, Braaav, etc.)
Auch die Mimik und Gestik spielt bei der Verständigung zwischen Mensch und Hund eine wesentliche Rolle.
Ebenso der Geruch. Hunde sind konfliktscheu und ständig besorgt um den Erhalt der sozialen Bande zu ihrem Menschen. Deshalb bemerken sie aufgrund ihrer sensiblen Sinneswahrnehmung- und verarbeitung sehr schnell, wenn ihr Mensch mit ihnen unzufrieden ist. Aus diesem Grund bedarf es nur in den seltensten Fällen handgreiflicher Sanktionen, um den Hund zu erziehen. Das Benehmen des Menschen gegenüber seinem Hund darf nicht von Launen bestimmt werden. Insofern ist zu vermeiden, dass der Hund jetzt etwas darf, weil der Mensch gut gelaunt ist, und wenig später nicht mehr, weil die Laune sich geändert hat. Dieselbe Zuverlässigkeit, die wir vom Hund erwarten, erwartet er von uns.
Hunde sollten nach Möglichkeit mit Artgenossen gehalten werden, vor allem, wenn nicht gewährleistet ist,
dass der Mensch mindestens 75 % von 24 Stunden mit dem Hund zusammen ist. Hinzu zählt auch die Nacht, die jeder Hund in der sinnlichen Nähe seines Menschen verbringen will bzw. muss. Wölfe sind auch immer zusammen und verlassen sich auf die Gegenwart ihrer Rudelmitglieder, woraus sie Sicherheit, Geborgenheit und somit Ausgeglichenheit ableiten.
Deshalb leiden alle Hunde, wenn sie mehrere Stunden vom Menschen getrennt sind.
Hunde, die in der Wohnung, im Auto oder im Zwinger regelmäßig mehr als sechs Stunden ohne Unterbrechung
und ohne soziale Ansprache zubringen müssen, leiden beträchtlich und nehmen psychischen Schaden! Insoweit dies ausgeschlossen werden kann, bedarf es nicht unbedingt einer geselligen Hundehaltung, weil der Mensch, vorausgesetzt er kennt das Wesen der Hunde, aufgrund seiner dem Hund ähnlichen Sozialstruktur, ein ausreichender Sozialgenosse für seinen Hund sein kann.

Dazu gehört z.B. auch der Zusammenhalt zwischen Mensch und Hund nach außen. Jeder Hund braucht Kontakt zu anderen Hunden, auch wenn er selbst mit einem anderen Hund oder mit einem optimalen Menschen zusammenlebt. Der Kontakt zu anderen Hunden findet primär direkt statt, durch das Zusammentreffen mit anderen Hunden beim Gassi gehen. Schnuppern, Imponieren, Balgen, Spielen, Toben, gegenseitiges Besteigen und auch Raufen gehören zum gesunden Hund und sorgen dafür, dass er psychisch gesund bleibt.
Es ist ein fataler Fehler, wenn Hunde ständig an der Leine geführt werden oder angeleint werden, wenn sich ein anderer Hund nähert. Noch schlimmer ist es, wenn Hunde an der Leine zurückgezerrt oder (bei kleineren
Rassen) gar hochgehoben werden. Hunde haben dafür nicht nur kein Verständnis, sie empfinden dies als eine
Demütigung ihrer selbst durch ihren Menschen, die dadurch noch verstärkt wird, weil sie gegenüber einem
fremden Rudel (= anderer Mensch mit seinem Hund) geschieht. Um die Peinlichkeit zu überspielen, reagieren sie dann nämlich besonders heftig durch Bellen, Knurren und Zähnefletschen.
Auch merken die Hunde sofort, dass ihr Mensch ängstlich wird, wenn andere Hunde kommen und interpretieren
dies als mangelhafte Führungsqualität ihres Alpha- Wolfes. Solche Szenen sind für die Hunde und die Menschen peinlich und belasten enorm die soziale Bande und deren Belastbarkeit. Sicher, es gab schon Fälle, bei denen sich Hunde gebissen haben. Auch schwere Verletzungen mit Todesfolge gab es schon.
Doch prozentual sind sie selten und werden vielmehr durch das ständige Einmischen der Menschen in die
Verhaltensabläufe von sich begegnenden Hunden provoziert, selbst wenn sie nur akustisch sind, wie Zurückrufen o.ä..
Hunde die fühlen, dass ihr Mensch ihnen was zutraut, zu und hinter ihnen steht, ihnen Freilauf und Kommunikation zu Artgenossen gewährt, sind psychisch stabile und ausgeglichene Hunde, die dann auch aufs
Wort hören, wenn ihnen nicht dauernd Verhaltensweisen befohlen werden, deren Befolgung ihnen aufgrund
ihrer wölfischen Wesensart in solchen Situationen schier unmöglich ist. Wer dies hartnäckig und mit Gewalt von
seinem Hund verlangt, der zerbricht ihn und macht ihn zum psychischen Wrack, das dann allerdings wirklich an
die Leine muss. Hunde sind wie Wölfe mit einem großen Arsenal von Verständigungsmitteln ausgestattet, die für unseren Geschmack oft sehr heftig anmuten. Doch genau diese dienen letztlich zu nichts anderem, als dazu, die innerartliche Feind- und Konfliktvermeidung zu garantieren.
Wenn Hunde lernen mussten, dass sie die Anwendung dieses Verständigungsarsenals verboten bekommen, bzw. es bei Anwendung zur Sanktion durch ihren eigenen Alpha- Wolf kommt, dann folgern sie daraus nur, dass sie gleich zum massiven Angriff übergehen sollen.
Die zweite Verständigungsart ist die indirekte, nämlich über den Geruch der Absonderungen anderer Hunde.
Hunde müssen beim Spaziergang schnuppern, um Aufschluss über die Verfassung ihrer Mitwelt im allgemeinen
und ihrer Artgenossen im besonderen zu erhalten. Die Urinmarken der Rüden, aber auch die der Hündinnen,
sowie der Kot geben dem schnuppernden Hund detailliert Aufschluss über den Hund, der die Marken abgesetzt
hat, sein Geschlecht, seine Stimulanz, seine soziale Stellung, seine Laune und offensichtlich auch sein Gesundheitszustand. Wenn unsere Hunde an vielen Marken schnuppern, erhalten sie einen Eindruck über den
Gesamtzustand der Hundegesellschaft in ihrer Gegend oder auch in einer anderen Region, die wir mit unserem
Hund besuchen. Das ist in der Tat wie Zeitung lesen. Wir können nur erahnen, welche Informationen hierdurch übermittelt werden, jedenfalls müssen sie sehr interessant sein sonst würden die Hunde nicht so beharrlich daraufbestehen. Und auch wenn es unserem ästhetischen Empfinden und unseren Vorstellungen von Hygiene zuwiderläuft, wir müssen dies tolerieren oder keinen Hund halten.
Wenn aber Hunde ständig an der Leine geführt und demzufolge weitergezogen werden, bevor sie mit Riechen fertig sind, dann ist dies ebenfallsgrob tierwidrig.
Die Hundeleine ist sicher wichtig, zumal der Leinenzwang, der in immer mehr Städten eingeführt wird, den
Hundehalter zu kriminalisieren droht. (Wir lehnen ihn entschieden ab!) Und bei stark befahrenen Straßen und
vielen anderen Orten in unserer Menschenwelt ist die Leine der einzige Garant für sicheres Geleit unserer
Hunde in einer lebensfeindlichen Sphäre. Aber wo immer es möglich ist, auch wenn dies ein bis zwei kurze Autofahrten pro Tag vor die Tore der Stadt erfordert, lassen Sie Ihre Hunde von der Leine, denn nur so kann das Lauftier Hund die Bewegungen vollziehen, die auch für sein körperliches Wohl unabdingbar sind! Täglich muss mit dem Hund, auch mit kleinen Rassen, mindestens drei kürzere Spaziergänge von je 10 Minuten (je nach Harn und Kotdrang), und ein langer Spaziergang von mind. 45 Minuten unternommen werden, sonst müssen Sie die Hundehaltung sein lassen.

Bei jedem Hund ist bezüglich des Ernährungszustandes darauf zu achten, dass man die Rippen durch eine Schicht (Unterhautfettgewebe) von höchstens einem Zentimeter noch gut fühlen und zählen kann. Der Brustkorb muss von oben betrachtet um ca. 20 % breiter sein, als die Taille. Ein Hund muss, auch wenn er kurze Beine hat, gerne und ausdauernd springen und rennen können. Je mehr Ihr Hund sich bewegen kann bzw. auch Anreiz dazu erhält, desto gesünder und widerstandsfähiger ist sein Allgemeinzustand, sind seine Organe und seine Extremitäten.

Hunde mit gesunder Fellstruktur brauchen kein Bad, es sei denn im Baggersee oder Bach.
Leider gibt es viele Hunderassen mit Fell, das nicht mehr wölfisch ist und deshalb gebürstet, geschoren und ab und an auch gewaschen werden muss. Wenn scheren, dann im Frühling am ganzen Körper möglichst kurz, damit es bis zum Herbst wieder eine wärmeisolierende Länge erlangt. Vor allem Augen, Maul (Vorsicht, Schnurrhaare belassen), in der Anal- und Genitalregion und an den Beinen und Pfoten sollten die Haare kurz geschnitten werden, um Verfilzungen zu unterbinden. Es geht um einen Fellschnitt, der dem Hund zweckdienlich ist, und nicht um Rassestandards und Ihren Geschmack!
Wenn baden, dann mit mildem, ph-neutralem Shampoo oder einfacher Kernseife, aber nicht öfter als alle 14 Tage.
Bitte stets Präparate ohne Parfümstoffe verwenden. Hunde riechen eine Million mal feiner als Menschen!

Vermeiden Sie die Vermehrung oder gar planmäßige Zucht von Hunden, es gibt schon so viele. Und kaufen Sie Íhren Hund nicht beim Züchter oder Händler, denn diese sind für das Elend der Hunde verantwortlich und sollten nicht noch unterstützt werden. Ferner laufen Sie Gefahr, einen kranken und/oder verzüchteten Hund mit falschen Papieren, womöglich aus einer Massenhundezucht oder aus dem Ausland zu erhalten.
Kaufen Sie keine Polarhunde, Wolfshybriden, Dingos oder Qualzuchten!

Vertrauen Sie nicht so sehr auf Hundeschulen, denn da gibt es viele Scharlatane. Vertrauen Sie auf Ihre menschlichen Sozialinstinkte, die, wenn sie normal entwickelt, mit denen des Hundes fast identisch sind.
Versuchen Sie, die Welt aus der Perspektive des Hundes zu sehen und vergessen Sie nie, dass Sie einen Wolf an der Leine haben, der viel Sozialkontakt, Kommunikation mit Ihnen und Seinesgleichen und Bewegung braucht.
Der Hund ist ein idealer Gefährte für den Menschen, wenn der Mensch ein idealer Gefährte für den Hund ist.
Entscheiden Sie sich für langbeinige Mischlinge, nach Möglichkeit aus dem Tierheim oder von privaten Tierschutzinitiativen.
Geben Sie alten und großen Hunden eine Chance, wenigstens bei Ihnen noch ein hundegemäßes Leben führen
zu können. Und wenn Welpen, dann bitte frühestens ab vier, besser noch sechs Monaten, denn was die Hundemutter dem Kleinen (vor allem in der Prägephase) beibringen konnte, das (vor allem Sozialverhalten) brauchen Sie ihm nicht beibringen, zumal Sie das nicht so gut können, wie die Mutter selbst.
Kaufen Sie nicht alles, was Ihnen die Heimtier- und die Pharmaindustrie als Voraussetzung für das Glück
Ihres Hundes einreden will. Ihr Hund braucht und will nur wenig, dieses Wenige aber will er heute, morgen und die kommenden Jahre, bis an sein Lebensende, das er bei Ihnen und nicht in einem Tierheimzwinger,
an einer Kette im Geräteschuppen, im Versuchslabor oder auf der Straße hinter sich bringen will.
Seien Sie gütig, verständnisvoll, loyal und konsequent zu Ihrem Hund, denn nur dann kann er es auch
zu Ihnen sein. Sie können ihm vertrauen!

© Peter H. Arras
AKT - AKTION KONSEQUENTER TIERSCHUTZ gemeinnützige GmbH

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