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Fische sind die ältesten Wirbeltiere.
Ihre Enrwicklung begann vor ca. 500 Millionen Jahren.
Sie sind wechselwarme Tiere, dass heißt ihre
Körpertemperatur entspricht der des sie umgebenden
Wassers. Fische atmen mit Hilfe von Kiemen und ihre
Flossen entsprechen den Beinen der Vierfüsser.
Man unterscheidet zwischen Knorpel - und Knochenfisch.
Charakteristisch ist auch die normalerweise mit vielen
Schuppen bedeckte Haut. Ihr Lebensraum umfasst die
klaren Gebirgsbäche, die
Seen und Teiche, die Ober- und Unterläufe
der Flüsse, die Küsten und die Weiten der
Weltmeere - und die Aquarien und Gartenteiche. Die
einzelnen Fischarten unterscheiden sich teilweise
sehr extrem in Form, Farbe und Größe. Der
größte Fisch ist der Walhai (bis 12 m)
und der vermutlich kleinste die Grundel (ca. 11 mm).
Zwei äußerst bekannte Aquarien- und Teichfische
gehören zur Familie der Karpfen: der Goldfisch
und der Koi. Der Koi ist vor über 2000 Jahren
in Asien als zufällige Farbmutation eines Karpfenfisches
entstanden und erreicht heute extrem hohe Handelspreise.
Der Goldfisch, einer der bekanntesten Zierfische,
ist vermutlich vor ca. 1600 Jahren in China erstmalig
als Mutation des dort ansässigen braunen Karpfens
aufgetreten. Heute gibt es durch Züchtung vielfältige
Farb- und Formvarietäten, wobei einige aufgrund
der Überzüchtung nur noch in Aquarien überlebensfähig
sind. Vergesellschaftet man Goldfische und Karpfen
gemeinsam in einem Teich, verpaaren sie sich und nach
einigen Generationen gibt es nur noch braune, wildfarbene
Goldfische.
Zur Zeit gibt es unter den Zierfischen einen poulären
Favouriten: den Anemonenfisch, auch Clownsfisch genannt.
Dieser Korallenfisch, bekannt durch den Film "Findet
Nemo", lebt zwischen den mit Nesselzellen besetzten
Tentakeln der Seeanemonen. Anemonenfische haben die
Fähigkeit ihr Geschlecht zu wechseln. Während
bei der Geburt alle Tiere männlich sind, können
sich die dominaten Fische später in Weibchen
umwandeln. Außerhalb der schützenden Anemonententakel
sind die farbenprächtige Fische stark gefährdet
und entfernen sich deshalb selten mehr als einen Meter
von ihrer Seeanemone.
Eine besondere
Faszination geht auch von einem Meeresbewohner
aus, den viele gar nicht für einen normalen
Fisch halten: dem Seepferdchen. Seepferdchen sind
Fische die von der "üblichen" Fischform
abweichen. Das macht sie sowohl interessant als
auch liebenswert. Ihr pferdeähnlicher Kopf,
die beweglichen Augen und den für Fische
ungewöhnlichen Greifschwanz verleiht ihnen
ein skurriles Äußeres. Es sind dennoch
ganz normale Fische, von denen es ca. 35 verschiedene
Arten gibt. Eine Besonderheit der Seepferdchen
ist ihr Außenskelett. Bei allen anderen
Fischen die ihr Skelett im Körperinneren
zur Aufnahme des Muskelapparats haben, bleibt
nach dem Tode nur die Gräte übrig. Bei
Seepferdchen ist es das Außenskelett, das
die ursprüngliche Form des Fisches auch nach
seinem Tod erhält. Bei den in Einehe lebenden
Seepferdchen übernehmen die Männchen
die Brutpflege. |
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Das Männchen
übernimmt bei der Paarung die Eier des
Weibchens in seinen Brutbeutel und befruchtet
sie. Nach ca. drei Wochen entlassen die Männchen
die im Brutbeutel fertig ausgebildeten Jungfische.
Der Bestand der Seepferdchen ist in der Natur
immer mehr gefährdet. Das liegt nicht nur
an der Bedrohung durch schädigende Umwelteinflüsse,
sondern auch an dem Irrglauben, dass Seepferdchen
in gemahlenem Zustand, eine aphrodisierende
und heilende Wirkung haben sollen. Dies ist
selbstverständlich - wie bei vielen anderen
dubiosen Tierprodukten - nicht der Fall. Für
die Herstellung dieser Präparate werden
jährlich Tausende dieser Seepferdchen getötet.
Leider werden diese Tiere in getrocknetem Zustand
auch als Reiseandenken angeboten. Nehmen Sie
Abstand von diesen Angeboten!
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Literatur-Tipp
Norbert Sauer: "Tierschutz bei Fischen"
Shaker Verlag, Aachen, 1997,ISBN 3-8265-5486-8
Überblick über die Geschichte und
den aktuellen Stand der relevanten Forschung.Themen
rund um den Fisch: Schmerz und Leiden, verschiedene
Formen der Fischzucht, Sportfischerei, Zierfischhaltung,
Tierversuche
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