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Kinder und viele Erwachsene wissen heute
durch Medienangebote meist mehr über exotische
Tiere als über die unmittelbare Fauna ihrer Umgebung.
Eichelhäher, Eidechsen, Maulwürfe, Hornissen
und viele andere unserer heimischen Tiere fallen unter
das Artenschutzgesetz und dürfen weder getötet
noch gefangen werden. AnimalProtection möchte hier
unsere heimischen Tiere und mögliche Schutzmaßnahmen
vorstellen, denn nur was der Mensch kennt, schützt
er auch. Gerade für Kinder ist es wichtig Tiere
aus der eigenen Lebensumgebung kennenzulernen, da die
Nähe und persönliche Beobachtungen zum Schutz
der Tiere beitragen. Das Angebot wird nach uns nach
erweitert. Beiträge von LeserInnen sind jederzeit
willkommen!
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Fledermäuse
Fledertiere gibt es bereits seit 60 Millionen
Jahren und weltweit leben knapp 1000 verschiedene
Fledermausarten.Fledermäuse sind Säugetiere
wie wir Menschen. Sie haben ein Fell aus Haaren
und bringen lebende Jungen zur Welt, die von
der Mutter mit Milch gesäugt werden. Ihre
Hände haben sehr lange Finger, zwischen
denen Haut gespannt ist. Diese Flughaut reicht
bis zu den Füßen und dem Schwanz
und ermöglicht den Tieren das Fliegen,
indem sie die Arme schnell auf- und abbewegen.
In Deutschland leben 22 verschiedene Fledermausarten,
die sich alle von Insekten und anderen Gliedertieren
ernähren. Diese Fledermausarten stehen
ausnahmslos auf der "Roten Liste der vom
Aussterben bedrohten Tierarten"
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Ihr Jahreslauf ist unterteilt
in eine Zeit des Winterschlafs, die Aufzucht
der Jungtiere im Frühling/Sommer und eine
Zeit des Umherstreifens im Spätsommer und
Herbst. Die Jungen werden nur von ihrer Mutter
betreut und wachsen in "Wochenstuben"
in reinen Weibchenkolonien heran. Balz und Paarung
finden im Herbst statt.
Während ihres Fluges stoßen sie ständig
Rufe aus, die so hoch sind, dass Menschen sie
nicht hören können. Diese Ultraschallrufe
werden von allen Strukturen und Hindernissen
in der Flugbahn der Tiere reflektiert. Aus den
gehörten Echos wissen die Fledermäuse,
wie ihre Umgebung aussieht und wo eine Beute
zu fangen ist. Leider lauert in der Beute auch
eine Gefahr: Insekten sind vielfach durch Pflanzenschutzmittel
oder andere Chemikalien belastet. Die mit der
Nahrung aufgesammelten Gifte häufen sich
im Fledermauskörper und schwächen
die Tiere selbst oder den Nachwuchs.
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Quartierverlust und -mangel
sind weitere Faktoren die unsere Fledermausarten
in der Existenz gefährden. Winterquartiere
in Höhlen, Stollen oder Kellern wurden
verschlossen oder die Tiere dort immer wieder
gestört. Sommerliche Tagesschlafplätze
fehlen, unter anderem weil in den bewirtschafteten
Forsten kein Altholzbestand geduldet wurde.
In Dachstühlen verenden die in Kolonien
lebenden Säugetiere, wenn zum Beispiel
giftige Holzschutzmittel eingesetzt werden oder
sie werden vertrieben, weil die Dächer
hermetisch verschlossen werden.
Fledermäuse sind unauffällige Mitbewohner,
die keine Krankheiten übertragen und nichts
anfressen oder zerreißen. Die kleinen
Kotkrümel dienen als hervorragender Blumendünger.
Wer den Fledermäusen helfen will Quartiere
zu schaffen, sollte in sinem Garten auf strukturreiche
Gestaltung mit vielen Blumen, Büschen und
Laubbäumen achten, da sich dort mehr Insekten
(Nahrung der Fledermäuse) ansiedeln. Gifte
sind in diesem Garten tabu. Wer den Fledermäusen
Behausungen schaffen möchte, kann dies
leicht im Selstbau bewerkstelligen. Ein Fledermausbrett
oder Fledermauskasten am Haus sind willkommener
Unterschlupf für die kleinen Säugetiere.
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Bauanleitungen
können Sie hier im Pdf-Format herunterladen:
Bauanleitung
Fledermausbrett
Bauanleitung
Fledermauskasten
Das Holz muss sägerau sein und darf auf
keinen Fall mit irgendwelchen Holzschutzmitteln
behandelt werden. Um den Kasten zugluftfrei
zu halten (sehr wichtig), sollten beim Bau die
Ritzen mit einem handelsüblichen Holzleim
verschmiert werden. Es dürfen keine Nägel
in den Innenraum ragen, die Aufhangleiste sollte
von innen befestigt werden. Der Kasten, mit
Ausnahme des Anflugbrettes, sollte (zumindest
im oberen Bereich) mit Teerpappe ummantelt werden.
Dies dient der Wärmeisolation und zum Schutz
vor Spechtschäden. Die Rückwand sollte
mit Rillen zum Festkrallen versehen werden.
Diese können am besten mit einer Handkreissäge
eingeschnitten werden.
Weitere Informationen zum Fledermausschutz:
Fledermausschutz
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Igel
Der Igel ist eines der ältesten Säugetiere;
sie existierten bereits inder Kreidezeit. In
Westeuropa lebt der Braunbrustigel (Erinacaeus
europaeus), in den osteuropäischen Ländern
der Weißbrustigel (Erinacaeus roumanicus).
Igel sind Einzelgänger und Dämmerungs-
und nachtaktiv. Von Oktober/November bis März/April
halten sie Winterschlaf. Selbst die Igelmütter
entwöhnen ihre Jungen sehr schnell und
kehren nach Beendigung des Säugens immer
seltener zum Nest zurück. Die Jungigel
suchen am Anfang Schutz in ihrem Nest, zerstreuen
sich aber bald darauf und beginnen ihr solitäres
Leben. Hauptpaarungszeit sind die Monate April
und Mai. Es kann aber auch bis in den August
dauern.
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Vor der Paarung umkreist das
Männchen die Igelin beharrlich und wirbt
mit rätschenden Lauten. Anschliessend erfolgt
die Trennung. Beide Geschlechter haben Zitzen,
deren vorderste sich am Hals befindet. Nicht
mit Zecken verwechseln! Es gibt keine Größenunterschiede
zwischen Männchen und Weibchen, der einzig
sichtbare Unterschied ist die Lage der Geschlechtsteile.
Die Tiere werden ca, 4 - 5 Jahre alt. Bei Begegnungen
mit anderen, bedrohlich wirkenden Tieren oder
Feinden kann sich der Igel gut schützen.
Er kugelt sich ein und stellt damit seine bis
zu 8 000 Stacheln hoch.
Der Igel ist ein Wildtier. Dies bedeutet, dass
man ihn nur im Notfall aus seiner natürlichen
Umgebung entfernen und mitnehmen darf. So manche
gutgemeinte "Igel- Rettungsaktion"
hat durch unbedachtes menschliches Verhalten
mehr geschadet als genützt. Besser ist
es, den Garten im Herbst igelgerecht zu gestalten,
indem Laub und Äste an einer geschützten
Stelle aufgeschüttet werden, damit Igel
ihr Winterschlafnest einrichten und beziehen
können.
Der Igel ist ein äußerst nützliches
Tier, welches jedem Gärtner hilfreich zur
Seite steht, da er sowohl Insekten als auch
deren
Larven frißt. Igel nehmen aber auch Schnecken,
Regenwürmer, junge Mäuse oder Fallobst
zu sich. Der Igel lebt einzelgängerisch
und besitzt ein hervorragendes Ortsgedächtnis.
Igel, die im Winter und bei länger anhaltendem
Frost noch herumirren, können mittels Zufütterung,
z.B. mit Katzenfutter, für den bevorstehenden
Winterschlaf fit gemacht werden.
Diese Igel brauchen grundsätzlich menschliche
Hilfe:
1.verletzte Tiere mit Wunden, oft voller Fliegeneier
und -maden, und Igel, die einen Unfall erlitten
haben.
2. kranke Igel: sie laufen oft am Tage umher;
sie husten, röcheln, torkeln mitunter,
sie liegen auf der Seite oder in der Sonne auf
dem Rasen (man meint, sie wärmen sich den
Bauch), Ihre Flanken und die Nackenpartie sind
eingefallen, sie sind total entkräftet.
3. verwaiste Igelbabies. Findet man aber ein
Nest mit Babies, diese bitte nicht sofort hereinnehmen:
die Mutter hält sich nicht immer bei ihren
Kindern auf, sondern ist vielleicht auf Futtersuche.
Bitte das Nest erst eine Weile beobachten!
4.Igel, die bei Dauerfrost, bei geschlossener
Schneedecke oder im zeitigen Frühjahr,
wenn es noch keine Insekten gibt,
unterwegs sind: sie würden ohne menschliche
Hilfe verhungern. Solche Tiere sind zumeist
ebenfalls krank und müssen aufgenommen
werden.
5. Igel, die am 1. November deutlich unter 700
g wiegen.
Da Igel meistens unter äußerem und
innerem Parasitenbefall leiden, sollten Sie
Ihren Findling unbedingt einem Tierarzt oder
einer Igelstation vorstellen, wo man Ihnen (und
dem Igel) mit Rat und Tat weiterhilft.
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Der Igel ist täglich vielen
Gefahren ausgesetzt. Einige davon lauern in
unseren Gärten und können leicht vermieden
werden. Die Igelhilfe e.V. Berlin hat
dazu eine Auflistung erstellt:
Chemische Mittel und Gifte töten
zwar einige Schädlinge im Garten, doch
Igel, Vögel und andere Kleintiere fressen
die vergifteten Schnecken und Insekten und werden
dadurch ebenfalls vergiftet. Benutzen Sie also
natürliche und umweltfreundliche Mittel!
Sie werden bald feststellen: Gifte sind unnötig.
Übrigens sind Schnecken gegen Schneckengifte
bereits resistent- und auch wenn die Werbung
anderes verspricht: Schneckengift ist auch für
Igel giftig.
Rasentrimmer, -mäher verursachen
schwere, oft sogar tödliche Verletzungen.
Nicht selten wird einem Igel ein Bein abgetrennt!
Bitte überzeugen Sie sich vor dem Mähen
unter Büschen / Hecken, dass dort kein
Igel liegt. Noch besser wäre, Sie lassen
das Gras dort etwas höher stehen
vielleicht baut dort eine Igelin ihr Nest.
Komposthaufen sind bei Igeln sehr beliebt.
Bevor Sie mit der Forke dort hineinstechen,
prüfen Sie bitte, ob nicht ein Igel darin
liegt. Und finden Sie ein Nest mit Igelkindern:
bitte wieder abdecken und Ihre Igelstation anrufen.
Tischtennisnetze, Obstnetze sind schon
für manchen Igel zur Todesfalle geworden,
wenn sie achtlos im Garten herum lagen. Tiere,
die sich darin verfangen, gehen elend zugrunde,
da sie sich nicht mehr allein befreien können.
Reisighaufen zu verbrennen, ist in den
meisten Bundesländern ohnehin verboten.
Sollten Sie es trotzdem tun, schichten Sie das
Reisig vorher bitte um: Igel lieben Reisighaufen!
Müll- und Laubtüten müssen
unbedingt verschlossen werden. Igel sind ungeheuer
neugierig: auf ihrer Futtersuche kriechen sie
in die Säcke und ersticken oder werden
von der Müllabfuhr abtransportiert. Kein
Tier verdient es, "entsorgt" zu werden!
Abfall (leere Büchsen, Joghurtbecher,
Konservendosen etc.) gehört zwar in die
Mülltonnen, liegt aber oft im Gelände
herum. So
manche Cola- oder Bierdose hat einen Igel seine
empfindliche, lebenswichtige Nase gekostet,
weil er sie neugierig hineinsteckte.
Und alte Joghurtbecher erweisen sich als tödliche
Falle, da der Igel nach dem Hineinkriechen nicht
mehr heraus kann - seine Stacheln wirken wie
Widerhaken, der Igel bleibt stecken und verhungert/erstickt.
Gartenteich, Swimmingpool: Viele Igel
ertrinken gerade in den kleinen Teichen, die
eigentlich als
Vogeltränke gebaut wurden. Und wahre Todesfallen
sind Swimmingpools ob mit oder ohne Wasser.
Tiere brauchen
unbedingt Ausstiegshilfen ("Hühnerleiter"
oder Maschendraht) oder eine Rettungsinsel (Stein
in der Mitte).
Lichtschächte müssen unbedingt
so gesichert werden, dass kein Igel hineinfallen
kann. Ist Ihnen das nicht möglich, ist
der tägliche Kontrollgang selbstverständlich
für Sie.
Regentonnen sind oft in die Erde eingelassen.
Natürlich haben Sie Ihre Tonne abgedeckt,
um sich und Ihre Kinder nicht zu gefährden
- und Tiere vor dem qualvollen Ertrinken zu
bewahren.
Ihr Hund hat bereits Erfahrung mit Igelstacheln
und hält sich deshalb von "Mecki"
fern. Achten Sie bitte trotzdem auf ihn, leider
werden jährlich viele Igel durch
Hunde schwer verletzt oder gar totgebissen.
Ratten- oder Mäusefallen, Rattenköder:
In einigen Gegenden haben sich in den letzten
Jahren die Ratten sehr stark vermehrt, so dass
einige Gärtner Rattenfallen oder -köder
in Garten auslegen. Beides sind für Igel
tödliche Gefahren! Rattenfallen: bitte
mindestens 50 cm über dem Boden aufstellen.
Viele Igel haben in den am Boden stehenden Fallen
schon ein Bein verloren oder sich das Mäulchen
zerquetscht, oft wurden sie für den Igel
sogar zum tödlichen Verhängnis. Rattenköder
sind vom Geruch her auch für Igel sehr
einladend, sie kriechen hinein und fressen den
vergifteten Köder. Auch hier gilt: mindestens
50 cm hoch aufstellen. Gleiches gilt für
die Mäuse-Schlagfallen, die ebenfalls eine
große Gefahr für Igel sind.
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Bienen & Co.
Bienen (inklusive Hummeln) und Wespen (inklusive
Hornissen) gehören zu den Stachelwespen.
Sie sind alle mit einem Stechapparat ausgestattet.Bei
Bienen, Hummeln und Wespen können alle
weiblichen Tiere, also Arbeiterinnen und Königinnen,
stechen. Die Männchen (Drohnen) hingegen
verfügen über keinen Stechapparat.
Die Bereitschaft zum Stechen ist bei denjenigen
Arten größer, die viel zu verteidigen
haben, zum Beispiel grosse Nester mit viel Brut
oder einen Wintervorrat
(Honigbiene). Auch Arten, die bei der Futtersuche
in Konflikt mit Menschen geraten (z.B.Wespen),
können ab und zu stechen.
Wespen- und Hornissenstiche sind übrigens
nicht schlimmer als Bienenstiche!
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Viele Hautflügler bilden
sogenannte eusoziale Völker: eine einzelne
Königin pflanzt sich fort, ihre Töchter
sind alles sterile Arbeiterinnen, welche die
ganze Arbeit von Nestbau über Brutpflege
bis zur Futtersuche verrichten. Gegen den Spätsommer
produziert die Königin männliche Nachkommen
und das Volk zieht neue Königinnen auf.
Bei allen Stachelwespen ausser der Honigbiene
überwintert nur die Königin, alle
anderen Tiere sterben. Dieses System funktioniert
nur dank dem ganz speziellen Fortpflanzungssystem
der Hautflügler: aus befruchteten Eiern
entstehen Weibchen, aus unbefruchteten Männchen.
Das Geschlecht der schlüpfenden Tiere wird
also im Voraus bestimmt.
Die Honigbiene ist die einzige Stachelwespe,
die mehrjährige Staaten bildet und Honig
als Wintervorrat sammelt. Die Honigbiene ist
als einziger Hautflügler deshalb domestiziert
worden. Hier: Honig-Info
Pdf
Hummeln leben in einjährigen Sommerstaaten,
die sie zum Beispiel in verlassenen Mauslöchern,
Nistkästen, Grasbüscheln, etc. anlegen.
Hummeln legen nur wenig Vorrat an, der ihnen
lediglich über längere Schlechtwetterperioden
hilft. Sie sind sehr friedlich, wenn man nicht
gerade versucht, sie in die Finger zu nehmen
oder das Nest auszuräumen. Sie können
sogar aus nächster Nähe bestens beobachtet
werden. Hummeln können bei viel tieferen
Temperaturen ausfliegen als Honigbienen, da
sie durch Abkoppeln ihrer Flügel von der
Flugmuskulatur diese im Leerlauf benutzen. So
können sie ihren Körper auch bei tiefen
Temperaturen auf "Betriebswärme"
aufheizen. Sie sind daher als Bestäuber
von Nutzpflanzen ebenso nützlich wie Honigbienen,
wenn nicht nützlicher. Honig kann man allerdings
von Hummeln nicht ernten, weil sie keine regelmässigen
Waben herstellen und nur wenig Nektar, nicht
den haltbareren Honig als Vorrat anlegen.
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Wespen
Eine der häufigsten und bekanntesten
Wespenarten in Mitteleuropa ist die Deutsche
Wespe (Vespula germanica). Sie gehört zur
Familie der Faltenwespen. Die Wespen werden
etwa 15 bis 25 mm lang. Der Körper ist
schwarz-gelb oder orange-braun gefärbt.
Vor allem an der unterschiedlichen Zeichnung
des Hinterleibs und des Gesichtes lassen sich
die Wespenarten unterscheiden.
Die Deutsche Wespe besitzt schwarze Punkte auf
dem Hinterleib und auf dem gelben Stirnschild
hat sie drei schwarze Punkte. Sie baut ihre
Nester hauptsächlich unterirdisch, frisst
gern Obst und zuckerhaltige Nahrungsmittel,
aber auch Insekten.
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Die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris)
vertilgt vor allem Insekten und baut ihre Nester
aus Holzfasern.
Einschließlich der Hornisse, die ebenfalls
zu den Faltenwespen gehört, gibt es bei
uns acht typische Vertreter, die staatenbildend
sind. Sie leben in Völkern mit 100 bis
200 Tieren, die Deutsche Wespe in Stärken
von 1000 bis 7000 Tieren. Der Wespenstaat wird
im Frühjahr von einer befruchteten Königin
gegründet, die überwintert hat. Sie
übernimmt den Bau der ersten Waben und
füttert die Larven. Später übernehmen
die Arbeiterinnen den Nestbau und die Brutpflege.
Im Herbst sterben die Wespen ab, nur die befruchteten
jungen Königinnen überwintern.
Die weiblichen Tiere stechen zu ihrer Verteidigung.
Der Stachel ist ohne Widerhaken (im Gegensatz
zur Honigbiene) und kann aus dem gestochenen
Objekt wieder herausgezogen werden. Vor allem
zur Sommerzeit ist beim Verzehr süßer
Speisen oder Getränke im Freien Vorsicht
geboten. Besonders gefährlich ist ein Stich
im Bereich des Mund-Rachen-Raumes und wenn man
allergisch auf Bienen- und Wespenstiche reagiert
(Wespengiftallergie).
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Hornissen
Die Hornisse ist die größte Stachelwespe,
aber deswegen nicht gefährlicher als normale
Wespen.
Der Aberglaube, dass sechs Hornissenstiche ein
Pferd töten könnte, ist falsch. Sicher
schmerzt ein Hornissenstich ziemlich, aber Hornissen
sind im Vergleich zu den kleineren deutschen
und gemeinen Wespen überhaupt nicht stechfreudig.
Sie lassen sich sogar sehr gut aus der Nähe
beobachten. Hornissen sind stark bedroht und
sollten auf keinen Fall bekämpft werden.
Wo Nester absolut nicht bleiben können,
sollen sie wenn immer möglich intakt von
Spezialisten an einen anderen Ort gezügelt
werden. Hornissen können bis zu 1000 Individuen
umfassende Völker hervorbringen, welche
in imposanten Nestern wohnen. Wenn schon die
Wespen als sehr effiziente "Schädlingsbekämpfer"
gelten, so sind dies die Hornissen erst recht,
denn sie fliegen auch nachts aus.
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Umgang mit Bienen & Co.
Hautflügler stechen nur, wenn sie bedroht
werden. Daher gilt im Umgang mit ihnen: Ruhig
verhalten und nicht herumfuchteln! Wenn es trotz
allen Vorsichtsmassnahmen zu einem Stich einer
Wespe, Biene oder Hornisse kommt, kann das richtige
Reagieren die Auswirkungen mindern. Grundsätzlich
ist ein Stich dieser Insekten schmerzhaft, aber
nicht gefährlich - auch ein Hornissenstich
ist nicht gefährlicher als derjenige einer
Wespe oder Biene. Einzig Allergiker müssen
mit Komplikationen rechnen, wenn sie nicht die
geeigneten, vom Arzt verordneten Gegenmaßnahmen
ergreifen.
Ein Stich im Zungen- oder Rachenbereich kann
gefährlich werden, da beim Anschwellen
die Atmung behindert wird. In diesen Fällen
unbedingt einen Arzt aufsuchen!
Bei Stich einer Wespe, Hornisse, Hummel oder
Biene an einer anderen Körperstelle (häufig
sind Stiche in die Fusssohle) gibt es einige
Tipps:
Stachel, falls noch vorhanden vorsichtig
mit einer Pinzette entfernen.
Achtung: am Stachel anfassen, nicht
an der Giftdrüse - sonst wird das Gift
in die Stichstelle gepumpt!
Unmittelbares Heraussaugen des Giftes
minimiert die Folgen (Schmerzen, Schwellung)
Auf Stichstelle eine frisch angeschnittene
Zwiebel drücken (mind. 15 Minuten)
Stichstelle mit Honig oder mit angefeuchtetem
Zucker einreiben
Insektenstichsalbe auftragen
Geschwollene Stelle kühlen (Eis
auflegen)
In der Regel klingen geschwollene
Stiche nach spätestens 2 bis 3 Tagen wieder
vollständig ab.
Ouelle: Schweizer Tierschutz STS
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